Hallo, ich bin Lou,
ich war von dem 21. bis zum 25. Oktober Praktikant bei Herr Deucker von Act im Rahmen meines BOGY-Praktikums in der Klasse 10. Diese Tage haben meine Berufswahl durch einen umfangreichen Einblick in die tägliche Arbeit als Bauingenieur oder Architekt weitergebildet. Ich habe nun auch eine klarere Sichtweise darüber, welche Berufe für mich später einmal in Frage kämen.
Das Praktikum hat meine positive Sicht auf den Beruf vor allem dadurch bestärkt, dass eine abwechslungsreiche Arbeit eher das Richtige für mich wäre, als eine Arbeit bei der man jeden Morgen weiß, was auf einen zukommt. Telefonate führen, gemeinsame Planen im Team, oder Pläne zeichnen und verbessern im Büro steht dem Treffen auf den Baustellen mit Statiker, Zimmerer, etc. gegenüber. Das Arbeiten in einem kleinen Team von zwölf Mitarbeitern wurde mir auch nähergebracht, und die gute Gemeinschaft, die es mit sich bringt.
Das bringt mich zu dem Betriebsausflug, der am Donnerstag, den 24. Oktober 2024, stattfand und bei dem ich glücklicherweise dabei sein durfte. Der Ausflug ging zuerst nach Solnhofen zur Firma SSG, die die bekannten Solnhofer-Fliesen und auch Jura-Kalkstein in Ihren Werken und Steinbrüchen abbaut und herstellt. Von dort aus fuhren wir in das erste Werk. Hier wird das Jura-Gestein gelagert und grob in Scheiben bearbeitet.
Wieder zurück in Solnhofen aßen wir in der Gaststätte Schnorgackl ausgiebig zu Mittag, bevor es dann zum Jura-Steinbruch ging. Dort wird das Jura-Gestein in ca. 3 Meter auf 1,5 Meter auf 1 Meter Blöcken abgebaut. Die Tiefe (ca.70 Meter) und die Weiträumigkeit des Steinbruchs war beeindruckend. Das in Solnhofen gelegene Werk, welches wir uns danach anschauten, war nochmal größer als das Erste. Hier wird das Jura-Gestein endbearbeitet, für zum Beispiel großformatige Fliesen, Fassadenelemente, Treppenstufen und Küchenarbeitsplatten. Zu guter Letzt wurde uns ein Steinbruch, in dem die originalen Solnhofer-Fliesen abgebaut werden, gezeigt. Dieser Abbau ist eine filigranere Arbeit, da das Gestein mit Hammer und Meißel in möglichst großen, nur etwa 1-2 cm dicken Platten, händisch abgebaut werden muss.
Ich denke niemand hätte gedacht, wie viel Arbeit wirklich in der Herstellung der „alltäglichen“ Natursteinfliesen steckt. Nach einem kurzen Kaffee-Stopp waren wir abends in einer urigen Brauerei essen. Ich hatte das Gefühl, dass der Ausflug für das gesamte Act-Team sehr interessant und ein toller und wichtiger Ausgleich zum arbeitsintensiven Büroalltag war. Alle, mich eingeschlossen, hatten einen tollen Tag.
Das nette Act-Team hat mir die Woche über Spaß bereitet, mitzuarbeiten und hat mir generell einen klaren Blick ins Berufsleben bereitet.
Vielen Dank für die tolle Woche!






